Dienstintegration – Remote-Dateispeicher: Azure-Blobdienst (Best Practices)
- Last Updated: April 28, 2022
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- MOVEit Transfer
- Version 2022
- Documentation
Beachten Sie vor der Bereitstellung des MOVEit Transfer-Dateispeichers in Azure-Blobs die Richtlinien und Best Practices in der folgenden Tabelle.
Best Practice/Richtlinie |
Beschreibung |
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Nur MOVEit Transfer-Dateien und ‑Pakete werden vom Azure-Blobspeicher bereitgestellt |
(Keine Richtlinie.) Hierbei handelt es sich um einen Unterschied zwischen MOVEit Transfer-Dateispeichern, die Azure-Blobspeicher verwenden, und NAS und anderen Varianten von gemeinsam genutzten/eingebundenen Dateisystemen. Bei Azure-Blobspeichern als MOVEit Transfer-Dateispeicher bleiben Dateien, die sich nicht im Stammdateispeicher befinden, z. B. Protokolle, Zertifikate, Branding der Web-Benutzeroberfläche und Lizenzen, „lokal“ (bzw. wenn MOVEit Transfer in einer Webfarm bereitgestellt wurde, auf dem eingebundenen Dateisystem mit der UNC-Dateifreigabe). Dateien, die sich nicht im Stammdateispeicher befinden, werden nicht über Azure-Blobs gespeichert/bereitgestellt. Anmerkung: Weitere Informationen zur Konvertierung des aktuellen Dateispeichers in einen Azure-Blob-Dateispeicher finden Sie in den Versionshinweisen. |
API-Schlüssel absichern und regelmäßig wechseln |
MOVEit Transfer nutzt den Azure-API-Schlüssel und den Namen des Speicherdiensts zur Generierung der Verbindungszeichenkette zum Dateispeicher im Azure-Blobspeicher. Beachten Sie für diesen Schlüssel folgende Best Practices:
Anmerkung: Damit der Blob-Dateispeicher für MOVEit Transfer verfügbar bleibt, muss immer ein gültiger (primärer oder sekundärer) API-Schlüssel als Teil der Verbindungsinformationen in der MOVEit Transfer-Konfiguration beibehalten werden. Anmerkung: Wenn Sie im Azure-Portal o. Ä. einen primären oder sekundären API-Schlüssel erneut erstellen, wird mit dem neu erstellten Schlüssel der alte Schlüssel widerrufen (der immer noch zur Konfiguration des MOVEit Transfer-Servers gehören kann). Wenn ein Schlüssel in Azure neu erstellt wird und in der MOVEit Transfer-Konfiguration nicht vorher zum sekundären Schlüssel gewechselt wurde, wird die Verfügbarkeit des Dateispeichers unterbrochen. |
Keine Azure-Momentaufnahmen verwenden |
Azure-Momentaufnahmen werden vom MOVEit Transfer-Dateisystem weder erwartet noch unterstützt. Durch die Wiederherstellung aus einer Momentaufnahme wird u. U. das von MOVEit Transfer gewartete und geprüfte Datenmodell beeinträchtigt. Azure-Momentaufnahmen führen zur Beschädigung des Dateispeichers. Anmerkung: Azure-Momentaufnahmen stören den Betrieb des MOVEit Transfer-Servers und werden nicht unterstützt. |
AzCopy o. Ä. zur Sicherung/Wiederherstellung verwenden |
Nach der Migration des Dateispeichers in Azure-Blobs kann das Dienstprogramm für die Sicherung und Wiederherstellung von MOVEit Transfer auch weiterhin für die Kernkonfigurationsdateien, Zertifikate und Einstellungen verwendet werden; damit werden jedoch die Blob-Dateispeicher (d. h. die MOVEit Transfer-Dateien und ‑Pakete) nicht gesichert. Sie können AzCopy zum Sichern, Synchronisieren und Wiederherstellen des Dateispeichers verwenden. Anmerkung: Mit AzCopy können Sie den Blobspeicher lokal, in einem anderen Blob-Speicherdienst usw. sichern. |
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Speicherebene Hot empfohlen |
Die Azure-Speicherebene Hot bietet die Upload- und Downloadleistung, die Sie für Ihre Benutzer erwarten. Stellen Sie sicher, dass die MOVEit Transfer-VM und der Blob-Speicherdienst die gleiche Azure-Region verwenden (um die Latenz gering zu halten). |
Keine SysCheck-Nutzungsberichte |
Beim Einsatz von Blobspeichern gibt MOVEit Transfer SysCheck keine Datenträgernutzungsstatistiken für den Dateispeicher aus. Der Azure-Blobspeicher ist elastisch und kann über Abrechnungs-, SLA- und andere Berichte überwacht werden, die in integrierten lokalen oder Cloud-Überwachungsanwendungen wie WhatsUp Gold verfügbar sind. |
Keine Rotation von Azure-Speicherschlüsseln durch die Rotation der Verschlüsselungsschlüssel |
Für den Azure-Blobspeicher wird die Rotation der Verschlüsselungsschlüssel durch MOVEit Transfer zur Bereitstellung neuer Schlüssel für ruhende Dateien nicht unterstützt. |
Roundtrip-Migration nicht verfübar |
Derzeit wird die Roundtrip-Migration (Dateisystem zu Azure-Blob und wieder zurück zum Dateisystem) nicht unterstützt. |
Unterschiede zwischen dem Azure-Blobdienst und NAS oder lokalen Windows-Dateispeichern
Azure-Blobspeicher sind skalierbar und kosteneffizient designt. Neben diesen Vorteilen gibt es einige Funktionen, die für einen lokalen Windows-Dateispeicher (oder ein NAS) notwendig sind, die jedoch nicht für Azure-Blobspeicher gelten.
- Keine Konsistenzprüfung auf Ordnerebene. In Azure gibt es kein Konzept für Ordner.
- Die Datenträgernutzungskennzahlen der MOVEit Transfer-Systemprüfung gelten nicht für Azure-Speicher.
- Die maximale Dateigröße und die maximale Standardgröße von Azure-Speicherdiensten und NTFS (Windows) unterscheiden sich, der Grenzwert für die Dateigröße kann aber angepasst werden.